
Warme Talwinde und die schneidende Bora haben Möbel, Dächer, Kleidung und Rezepte geprägt. Man baut niedriger, trocknet luftiger, kocht kräftiger und lagert klüger. Aus Respekt vor Wetter und Zeit entstehen Dinge, die standhalten, reparierbar bleiben und Schönheit nicht mit Glanz verwechseln. So schreibt jedes Lüftchen eine Zeile ins Gedächtnis der Häuser.

Freitags rollten einst Wägelchen mit Honig, Wolle, Olivenöl und geräuchertem Speck nebeneinander, und niemand fragte nach Grenzsteinen, nur nach Güte. Hände zeigten Narben, erklärten Werkzeuge, ließen dich tasten. Diese Märkte lehren, dass Vertrauen messbar ist: im Gewicht einer Schale, im Klang einer Klinge, im Blick, der dich heimkehren lässt.

Zwischen Servus, Živijo und Ciao mischen sich Begrüßungen wie Petersilie in die Suppe. Wörter wandern, bleiben hängen, werden Gewohnheit. Man lernt, die richtigen Silben zur richtigen Geste zu wählen, und bemerkt, wie Höflichkeit duftet. Diese sprachliche Vielfalt würzt Schränke, Tischgespräche, Etiketten und Schilder, die immerzu sagen: Wir gehören einander nahe.